• Spinnen auf Zypern

    © Kitcat Mitglied des Zypern-Forum.deWalzenspinnen – ein Art, die sich auf Zypern heimisch fühlt

    Walzenspinnen sind dämmerungs- und nachtaktive Tiere, die unter Steinen in selbst gegrabenen Wohnröhren leben. Die Körperlänge beträgt circa sieben Zentimeter, der Hinterleib ist lang gestreckt und deutlich gegliedert, auffällig sind die beinförmigen Kiefertastenpaare, die scherenförmigen Kieferklauen sowie die mit spröden Haaren besetzten in die Beine auslaufenden, langen Fußklauen. Die Walzenspinne läuft auf sechs statt der für Spinnentier üblichen acht Bein da das erste Paar als Fühlerbeine genutzt wird. Sie gelten als aggressive Tiere, die auffallend schnell sind und auch vor größeren Gegnern nicht zurückschrecken – wobei sie nur angreifen, wenn sie sich bedroht fühlen. Bisse dieser Spinnenart kommen beim Menschen sehr selten vor und beruhen meistens auf einem fehlerhaften Umgang mit den Tieren. Kommt es zu einer Verletzung, ist diese zwar für den Menschen nicht gefährlich, dafür aber äußerst schmerzhaft und mit dicken Schwellungen verbunden, die von einer Infektion herrühren.

    Die Nahrung der Walzenspinne besteht überwiegend aus Skorpionen, Insekten und Web- und anderen Walzenspinnen sowie kleinen Reptilien. Die Beute wird mit dem beeindruckend starken Cheliceren zerkleinert, außerhalb des Körpers vorverdaut und als Nahrungsbrei wieder aufgenommen.


    Die beeindruckendste Spinnenart auf Zypern – die Vogelspinne

    Der Körper der Vogelspinne besteht aus mehreren Abschnitten – Hinterleib, Kiefertaster, Beißklauen, Vorderkörper mit den für Spinnentier typischen acht Laufbeinen. Der bis zu zwölf Zentimeter lange Körper kann eine Spannweite von bis zu dreißig Zentimetern erreichen, wobei auf Zypern eine deutlich kleinere Art lebt. Die Entwicklung der Vogelspinne verläuft in drei Abschnitten, Kokon – Nymphe – Imago. Diese Spinnen können sehr alt werden, Geschlechtsreife erlangen die Tiere je nach Art zwischen einem und zehn Jahren.© Susi Mitglied des Zypern-Forum.de

    Vogelspinnen sind Jäger, die je nach Größe von Insekten über Schaben, Grillen, Heuschrecken, Skorpionen und Tausendfüßler bis hin zu Echsen, kleinen Giftschlagen und Nagern alles fressen, was sie irgendwie erbeuten können. Im Gegensatz zur landläufigen Meinung ist der Biss der meisten Vogelspinnenarten nicht tödlich, sondern „nur“ sehr schmerzhaft – ähnlich dem einer Wespe oder Biene. Bei Allergikern kann dieser allerdings, genau wie bei Insektenstichen, durchaus zu einem allergischen Schock mit Todesfolge führen. Lediglich bei einigen asiatischen und afrikanischen Gattungen kommt es nach einem Vogelspinnenbiss in sehr selten Fällen zu Benommenheit und Muskelkrämpfen. Dennoch sind die Gefahren einer Verletzung nicht zu unterschätzen, da sich im Beißwerkzeug der Spinnen zahlreiche Keime befinden, die schwere Sekundärinfektionen auslösen können.
    Kommentare 1 Kommentar
    1. Avatar von Sabine
      Danke für den Beitrag!!!
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