• Petra tou Romiou (Aphroditefelsen)

    Petra tou Romiou (Aphroditefelsen)Petra Tou Romiou – der Ort mit diesem klangvollen Namen liegt etwa 10 Kilometer südlich von Paphos vor Zypern und bedeutet übersetzt „Felsen der Griechen“. Dabei handelt es sich um mehrere Felsen vor der Westküste Zyperns, deren malerisches Panorama ein beliebtes Postkartenmotiv bietet und zum verweilen einlädt. Viele Touristen nutzen den Strand für erholende Pausen, denn dieses kleine Paradies ist ein großer Anziehungspunkt für viele Reisende auf dem Weg von Paphos nach Limassol. Der Ort wird auch „Aphroditefelsen“ genannt und – wie die doppelte Namensgebung erahnen lässt umgeben diesen Ort nicht nur eine, sondern gleich zwei berühmte Sagen.

    Die erste Sage handelt von dem berühmten byzantinischen Helden Digenes Akritas, der Namensgeber des ältesten Werkes der mittelgriechischen Literatur ist. Der Sage nach war Digenes schon in jungen Jahren mit außergewöhnlichen Fähigkeiten und unglaublicher Stärke gesegnet. Und es war am „Felsen der Griechen“, wo Digenes den einfallenden Sarazenen in der Bucht vor Paphos mit seinen Kräften stand hielt. Seine unbeschreibliche Stärke ermöglichte es ihm, die Schiffe der Feinde mit Felsbrocken zu zerstören und die Sarazenen in die Flucht zu schlagen. Noch heute liegen die Felsen in der Bucht und erinnern an Digenes Taten. Der Name „Aphroditefelsen“ geht hingegen auf eine andere Sage zurück, die von der Geburt der Aphrodite erzählt. Aphrodite ist in der griechischen Mythologie die Göttin der Liebe und der Schönheit. In der römischen Mythologie entspricht sie der Venus. Dem Dichter Hesiod nach ist sie die Tochter des Uranus, der auf Geheißen seiner Frau Gaia von seinem Sohn Kronos entmannt wurde. Kronos warf die Geschlechtsteile seines Vaters vor Zypern ins Meer, wo sie sich mit dem Meerwasser vermischten und zu Meeresschaum wurden. Aus dem Meeresschaum stieg dann Aphrodite auf, die von ihrer Entstehung auch den Beinamen „die Schaumgeborene“ trägt. Der Legende nach trug eine Jakobsmuschel Aphrodite bei Paphos an Land und sie wurde den Göttern vorgestellt. Diese Legende war für viele Künstler ein reizvolles Motiv. Zu den bekanntesten Werken gehört dabei das Bild „Die Geburt der Venus“ von Sandro Botticelli, das die Petra tou Romiou (Aphroditefelsen)„Venus, die dem Meer entsteigt“ in einer Muschel zeigt.

    Der Bucht und den Felsen werden auch heute noch mythische Kräfte nachgesagt, die sich vor allem auf den Geburtsort der Göttin der Schönheit beziehen. So gilt ein Kieselstein vom Strand als Glücksbringer und wer einmal um den Felsen schwimmt, soll zudem seine wahre Liebe finden. Frauen, die statt der Liebe auf der Suche nach Schönheit sind, sollten entweder bei Vollmond oder gleich dreimal um den Felsen der Göttin schwimmen. Das erste verspricht der Legende nach überirdische Schönheit, während das zweite einen um 10 Jahre verjüngen soll. Doch wer in die falsche Richtung schwimmt, der wird um 10 Jahre altern! Also Vorsicht: Schließlich ist alles möglich auf der Insel, auf der die Götter Urlaub machen!
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